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Aktualisiert

Bag-in-Box erklärt: Aufbau, Ventil oder Spout, Volumenbereiche

Bag-in-Box ist eine zweiteilige Verpackung: ein flexibler Innenbeutel mit Ventil oder Spout nimmt die Flüssigkeit auf, ein Faltkarton übernimmt Stabilität und Transportschutz. Der Beutel kollabiert beim Entleeren, sodass kein Sauerstoff nachströmt. Das verlängert die Haltbarkeit nach dem Öffnen.

Der Aufbau: zwei Bauteile, klare Aufgabenteilung

Der Innenbeutel ist eine gesiegelte Folienhülle mit eingeschweißtem Verschluss. Er trägt keine Last, sondern nur die Barrierefunktion. Der Karton außen übernimmt Stabilität, Stapelbarkeit und die bedruckbare Fläche.

Diese Trennung ist der Grund für die Materialeffizienz: Es wird nur dort Barrierefolie eingesetzt, wo sie gebraucht wird, und nur dort Karton, wo Festigkeit nötig ist.

Warum die Haltbarkeit nach dem Öffnen steigt

Bei einer starren Flasche strömt beim Ausgießen Luft nach. Der Sauerstoff im Kopfraum oxidiert das Produkt, Wein oder Saft verändert sich innerhalb von Tagen.

Ein Bag-in-Box-Beutel kollabiert stattdessen. Das Ventil lässt Flüssigkeit heraus, aber keine Luft herein. Ohne Sauerstoffkontakt bleibt der Inhalt deutlich länger unverändert. Dieser Effekt, nicht der Preis, ist das eigentliche Argument der Verpackungsform.

Ventil oder Spout: Die Entscheidung fällt der Nutzer

Ein Ventil ist ein flacher Verschluss, der von der Abfüllanlage angestochen wird und selbsttätig schließt. Es ist auf den Abfüllprozess optimiert und typisch für Getränke-BIB und industrielle Anwendungen.

Ein Spout ist ein ausstellender Ausgießer mit Schraubkappe, ausgelegt auf die Entnahme durch den Endkunden. Er ist teurer, aber im Handel bedienungsfreundlicher.

Beide werden auf der DLP-1300 BIB ohne Maschinenumbau verarbeitet, der Wechsel läuft über die Rezepturverwaltung.

Volumenbereiche und passende Maschinen

Die Volumenklasse bestimmt die Maschine stärker als das Füllgut. Drei Modelle decken das Spektrum ab:

  • bis 25 Liter, Einzelbeutel, höchste Taktung: DLP-600 BIB
  • mittleres Spektrum, Ventil und Spout, volles Materialspektrum: DLP-1300 BIB
  • vier 10-Liter-Beutel parallel oder horizontal bis 220 Liter: DLP-1600 BIB

Materialwahl: Barriere gegen Recyclingfähigkeit

Für lange Haltbarkeit werden PET/AL/PE-Verbunde oder EVOH-Barrierefolien eingesetzt. Sie halten Sauerstoff wirksam zurück, sind aber nicht sortenrein recycelbar.

Reines PE-Monomaterial ist recycelbar, bietet aber eine geringere Sauerstoffbarriere. Die Entscheidung fällt über die geforderte Haltbarkeit, nicht umgekehrt. Beide Wege sind auf der DLP-1300 BIB fertigbar.

Häufige Fragen

Wie groß können Bag-in-Box-Beutel sein?

Handelsübliche Gebinde reichen von etwa 3 bis 25 Liter. Industriell sind größere Formate üblich: die DLP-1600 BIB fertigt horizontal Beutel bis 220 Liter.

Wird der Karton auf der Maschine mitgefertigt?

Nein. Die Maschinen der DLP-Serie fertigen den Innenbeutel inklusive Ventil oder Spout. Der Karton kommt von einem Kartonagenlieferanten, das Zusammenführen erfolgt beim Abfüllen.

Eignet sich Bag-in-Box für kohlensäurehaltige Getränke?

Standard-BIB ist für stille Flüssigkeiten ausgelegt. Kohlensäurehaltige Produkte erfordern druckfeste Sonderlösungen und sind kein typischer Anwendungsfall dieser Verpackungsform.

Passende Maschinen

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